Nord Thailand3.12. 1994 - 5.01.1995 |
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Nordthailand Der Theravada-Buddhismus ist die in Thailand vorherrschende Religion. Jeder junge Mann wird für kurze Zeit Mönch, um sich in Glaubenssätze unterrichten zu lassen und die Möglichkeit zu erhalten, Verdienste zu erwerben, damit er in einer späteren Inkarnation auf eine höhere Stufe wiederkehren kann. Wesentlich älter als der Buddhismus ist der Glaube an Geister und Halbgötter. Um ihr wohlwollen zu erreichen, müssen sie mit Opfergaben besänftigt werden. Der animistische Glaube kollidiert nicht mit dem Buddhismus, sie existieren friedlich nebeneinander. Siddharta Gautama ist im 5. Jahrhundert vor Christus als Fürstensohn geboren und führte ein Leben in Luxus und mit 29 Jahren beschloß er der Welt zu entsagen. Auf der Suche nach wahrheit wurde er Schüler eines Einsiedlers, zog umher und übte Askese. Im Alter von 36 Jahren erkannte Siddharta die "Vier Wahrheiten" und das "Gesetz der Lehre" enthüllte sich ihm. Als er mit einer Geste die Erde als Zeugin anruft, erlangte er die vollkommene Erleuchtung und wird zum Erleuchteten. Die Meditation ist ein Weg, um die Erleuchtung zu erlangen; jenen Zustand, den Buddha selbst, wie folgt, beschrieb: Es handelt sich um eine Späre, die weder aus Erde ist, noch aus Wasser, aus Feuer oder Luft, sie ist nicht die Sphäre des unendlichen Raumes, nicht die des Nichts. Sie ist nicht die Sphäre der Wahrnehmungen, auch nicht dieser oder einer anderen Welt. Nicht der Sonne oder des Mondes. Sie ist weder dem Wechsel, noch der Bewegung unterworfen. Kein Tod, keine Geburt. Sie ist lediglich das Ende des Leidens. Der Bodhi-Baum ist der Baum, unter dem Buddha die Erleuchtung erlangte. Um ältere Bäume länger am Leben zu erhalten, werden die Äste mit Stangen abgestützt. Auch dabei erwirbt man Verdienste fürs nächste Leben. | |