Tinos - Mykonos - Delos

14. bis 21. Juni 2026

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Übersicht Reise-Impressionen

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Tinos - die heilige Insel Griechenlands

Die Taubentürme von Tinos zählen zu den faszinierendsten architektonischen Wahrzeichen der Kykladen. Auf der gesamten Insel stehen rund 600 dieser kunstvollen, minischlossartigen Bauwerke. : Die ersten Türme wurden nach dem Vierten Kreuzzug ab dem Jahr 1207 von den Venezianern errichtet. : Unter venezianischer Herrschaft war die Taubenzucht ein Privileg des Adels. Erst nach dem Abzug der Venezianer im Jahr 1715 bauten auch lokale Bauern eigene Türme.

Die Hauptfassaden bestehen aus kunstvoll aufgeschichteten Schieferplatten. Die Hohlräume bilden dekorative Muster (wie Dreiecke, Rauten oder Windräder) und dienen gleichzeitig als exakt dimensionierte Ein- und Ausfluglöcher. Die gemusterten Öffnungen sind niemals nach Norden ausgerichtet, um die Tiere vor dem stürmischen Nordwind (Meltemi) zu schützen. Die Holztüren im Erdgeschoss schließen extrem dicht, um Schlangen und Ratten fernzuhalten.

Die Tauben dienten den Inselbewohnern primär als eiweißreiche Delikatesse, während ihr Kot als extrem nährstoffreicher Dünger für den kargen Kykladenboden genutzt wurde.

Im Norden von Tinos, an der Mündung des schilfbewachsenen Livadi- Tales, liegt die breite Bucht von Kolimbithra.